Virtualisierung

Lösungsstrategien vom Rechenzentrum bis zum Desktop

Nach Ansicht vieler Analysten und Marktbeobachter ist das Thema Virtualisierung einer der wichtigsten IT-Trends für die kommenden Jahre. IDC rechnet damit, dass der weltweite Markt für
Virtualisierungssoftware und dazugehörige Support-Services von 6,5 Mrd. US-Dollar im Jahr 2007
auf 15 Mrd. Dollar im Jahr 2011 anwachsen wird. Gartner prognostiziert, dass die Zahl der virtuellen
Maschinen auf Unternehmensservern bis zum Jahr 2009 auf rund vier Millionen ansteigen wird
(Ende 2006: 540.000). Im Jahr 2015 – so Gartner Senior Analyst Phil Sargent – werde die Virtualisierung nahezu jeden Aspekt der IT betreffen.

Hinter dem Schlagwort Virtualisierung verbergen sich dabei eine ganze Reihe technologischer Ansätze und Innovationen. Die teilweise sehr unterschiedlichen Konzepte haben eines gemeinsam:
Sie zielen darauf, die logischen IT-Systeme von den physikalisch vorhandenen Hardware-Ressourcen
zu abstrahieren. Dadurch wird es zum Beispiel möglich, unterschiedliche Betriebssysteme gleichzeitig
auf einem Computer zu betreiben.

Für Citrix als weltweit führenden Anbieter von Infrastrukturlösungen zur Anwendungsbereitstellung
hat das Thema Virtualisierung höchste Priorität. Das Unternehmen verfolgt daher als einziger
Hersteller eine durchgängige Lösungsstrategie, die vom Rechenzentrum bis zum Frontend reicht.
Citrix deckt mit seinen Produkten drei Virtualisierungsbereiche ab:

Damit unterstützt Citrix Unternehmen, die das Thema Virtualisierung ganzheitlich angehen wollen,
beim Aufbau echter End-to-End-Infrastrukturen. Die vorliegende Broschüre gibt einen kurzen
Überblick über die unterschiedlichen Technologieansätze und zeigt, wie Unternehmen konkret vom
Thema Virtualisierung profitieren können.

Server-Virtualisierung

Server-Virtualisierung ermöglicht es, mehrere Betriebssysteme gleichzeitig auf einem physikalischen
Rechner auszuführen. Dies können mehrere Instanzen desselben Betriebssystems sein oder auch
unterschiedliche Betriebssysteme, zum Beispiel Windows- und Linux-Systeme. Eine Virtualisierungsschicht – der sogenannten Hypervisor – sorgt dafür, dass die einzelnen „Gastsysteme” gemeinsam die Hardware-Ressourcen des Rechners nutzen können, ohne sich gegenseitig zu stören.
Jedes Gastsystem läuft in einer isolierten Umgebung, die als „virtuelle Maschine” bezeichnet wird.
Virtuelle Maschinen verhalten sich für den Anwender und auch gegenüber anderen Systemen im Netzwerk wie eigenständige Rechner.

Anwendungs-Virtualisierung

Anwendungs-Virtualisierung erlaubt es dem User, Applikationen zu nutzen, die nicht auf seinem
Endgerät installiert sind. Möglich machen dies heute zwei unterschiedliche Konzepte:

Server-seitige Anwendunqs-Virtualisierung: Bei diesem Verfahren wird die Benutzeroberfläche einer Applikation von der Anwendungsausführung getrennt. Die eigentliche Anwendung wird zu 100 Prozent auf einem zentralen Server installiert und ausgeführt . Während der Anwender mit der gewohnten Benutzeroberfläche arbeitet, werden seine Tastatureingaben und Mausklicks im Hintergrund an den Server übertragen. Dieser verarbeitet die Eingaben und schickt entsprechende Bildschirm-Updates zurück. Voraussetzung für dieses Verfahren ist eine Netzwerkverbindung zwischen Client und Server.

Client-seitige Anwendungs-Virtualisierung: Dieser Ansatz wird auch als Applikation Streaming bezeichnet: Der Administrator „paketiert” dazu eine Applikation mit Hilfe eines Profilers und legt das Anwendungspaket auf einem zentralen Server ab. Sobald ein Benutzer die Anwendung aufruft, wird sie „on demand” auf das Endgerat übertragen und in einer isolierten Umgebung ausgeführt. Eine okale Installation ist nicht erforderlich. Wurde die Anwendung einmal auf das Endgerät Übertragen, kann der Benutzer Sie auch offline nutzen.

Desktop-Virtualisierung

Die verschiedenen Ansätze zur Desktop-Virtualisierung haben gemeinsam, dass der gesamte
Benutzer-Desktop vom Arbeitsplatz-Rechner des Anwenders abgekoppelt ist. Das Client-Betriebssystem
wird vom Endgerät ins Rechenzentrum verlagert und dort auf einem Server innerhalb einer virtuellen Maschine ausgeführt. Der Anwender greift über ein spezielles Protokoll auf den virtuellen Desktop zu und kann so wie gewohnt mit seiner Benutzerumgebung arbeiten.

 

Quelle: www.citrix.de